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Lidl KiK

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[06.04.2009 | Kampagne | Discounter]

Fortführung der Gespräche mit Lidl und KiK

 

Im März 2009 gab es nach einem Jahr wieder einen Austausch mit den Unternehmen KiK und Lidl.

VertreterInnen der CCC trafen sich zu separaten Gesprächen mit den beiden Unternehmen in Berlin. Während KiK im Vorfeld schriftlich berichtete, welche Schritte das Unternehmen im letzten Jahr zur Verbesserung der Situation der Arbeiterinnen bei seinen Lieferanten unternommen hat, verweigerte Lidl jegliche schriftlichen Unterlagen.

Die CCC teilte den Unternehmen mit, dass nach Auskunft unserer Partner in Bangladesch die Situation sich in den untersuchten sechs Fabriken nicht verbessert, im Gegenteil  dass sie sich sogar teilweise verschlechtert hat.

Die CCC veröffentlichte im Januar 2008 eine Studie, die an konkreten Beispielen die Verletzung von sozialen Mindeststandards bei Lieferanten beider Unternehmen in Bangladesch belegt.

Die CCC verweist insbesondere auf die Einkaufspraktiken (wie z.B. niedrige Abnahmepreise etc.) der Discounter, die zur Verletzung der Arbeitsrechte (z.B. Nichtzahlung von existenzsichernden Löhnen) bei den Lieferanten führen. Die CCC erwartet, dass die Unternehmen es ihren Lieferanten durch eine grundsätzliche Veränderung ihrer Einkaufspraktiken ermöglichen, Arbeits- und Menschenrechte einzuhalten. Gleichzeitig mahnte die CCC die Achtung geltender Arbeitsrechte in den Verkaufsbetrieben der Discount-Unternehmen in Deutschland/Europa an. Dies betrifft die Einhaltung von tariflichen Regeln, insbesondere auch die Respektierung von Betriebsratswahlen und Betriebsarbeit.

Gisela Burckhardt von der CCC: »Soziale Standards sind nicht teilbar: Sie gelten gleichermaßen für die Produktion in Entwicklungsländern und den Verkauf bei uns«.