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Unternehmen

Ein zentraler Adressat der Arbeit der »Kampagne für Saubere Kleidung« (Clean Clothes Campaign = CCC) sind global agierende Textileinzelhandelsunternehmen und Markenfirmen. Über öffentliche Kampagnen, Pressearbeit u.ä. übt die CCC Druck auf diese Unternehmen aus, damit sie sich zu ihrer Verantwortung für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen in weltweiten Zulieferbetrieben bekennen und unabhängigen Kontrollsystemen zustimmen.

Als Instrument setzt die CCC ihren »Arbeitsverhaltenskodex für die Bekleidungsindustrie einschließlich Sportkleidung« ein, den sie nach eingehenden Beratungen mit internationalen Gewerkschafts- und Partnerorganisationen aus aller Welt 1998 verabschiedet hat. Zu den mehr als 250 UnterzeichnerInnen dieses Kodexes gehören u.a. die »Internationale Textil-, Bekleidungs- und Lederarbeitervereinigung« (ITBLAV), das »Asia Monitor Resource Center« (AMRC).

Parallel zu Öffentlichkeitsaktionen, Recherche- und Pressearbeiten haben einige CCCs wie z.B. die in den Niederlanden, der Schweiz, in Schweden und Deutschland ebenso Initiativen zu Gesprächen und Pilotprojekten mit Unternehmen gestartet, von denen einige erfolgreich waren, andere jedoch scheiterten. In den Niederlanden und in Großbritannien trugen die CCCs zum Beispiel dazu bei, dass unabhängige Kodex-Verifizierungseinrichtungen entstanden, in denen sie neben Gewerkschaften und Unternehmen Mitglied sind.

In Deutschland war ein Pilotprojekt mit dem Unternehmen Hess Natur erfolgreich. Es schloss sich daraufhin der niederländischen Fair Wear Foundation an. Gescheitert sind hingegen Pilotprojekte, die die deutsche CCC mit puma und am deutschen Runden Tisch Verhaltenskodizes (Unternehmen, Regierung, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen) durchführen wollten bzw. entsprechende frühere  Verhandlungen mit adidas.

Generell hat der öffentliche Druck von VerbraucherInnen in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass sich heute immer mehr Unternehmen zu einer Verantwortung für die Arbeitsbedingungen bei ihren globalen Zulieferern bekennen und dieses Thema in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert wird. Es jedoch noch nicht zu einer veränderten Einkaufspraxis von Unternehmen und einer nachhaltigen Verbesserung der Situation von Beschäftigten gekommen. Hierzu bedarf es nach Meinung der CCC vor allem verbindlicher Regelungen und Eingriffen von Staaten.

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