Zur Website der CCC International
HomeWieder ein entsetzlicher Brand in Textilfabrik in Bangladesch mit über 100 Toten

Aktuelle Meldungen zu Kampagnen & Themen

Wieder ein entsetzlicher Brand in Textilfabrik in Bangladesch mit über 100 Toten

Wieder ein entsetzlicher Brand in Textilfabrik in Bangladesch mit über 100 Toten[25.11.2012]

Seit 2006 starben über 470 Menschen, vor allem Frauen,  aufgrund von Bränden in den Textilfabriken Bangladeschs. Wann endlich unternehmen deutsche Einkäufer etwas für einen wirksamen Brandschutz? Während Tchibo und PVH  ein bahnbrechendes Brandschutzabkommen mit Gewerkschaften und Arbeitsrechtsorganisationen unterschrieben haben, weigern sich H&M und Gap beharrlich. Damit aber das Abkommen in Kraft tritt, müssen sich mindestens zwei weitere große Einkäufer dazu bereit erklären.

Bisher wurden 112 Tote gezählt und 200 Verletzte sind mit Brandwunden in Kliniken eingeliefert worden. Das Feuer war am Samstag Abend, 24.11.2012, im Erdgeschoss der neunstöckigen Fabrik ausgebrochen und verbreitete sich schnell auf die anderen Stockwerke. Einige Frauen sprangen aus Panik aus den Fenstern in den oberen Geschossen.

Über 1000 Menschen, vor allem Frauen, arbeiten in der Fabrik Tazreen Fashions Limited, die zum Tuba Konzern gehört. Sein Besitzer, Mr. Delwar Hossain, besitzt 7 Fabriken, die für den US-amerikanischen und europäischen Markt produzieren. Neben Walmart, Ikea und Carrefour lassen auch das deutsche Unternehmen KiK und das holländische Unternehmen C&A  in den Tuba  Fabriken nähen.

Laut Angaben der Regierung von Bangladesch starben in den Jahren 2006-2009 insgesamt 414 NäherInnen in den Flammen von Fabrikbränden. 2010 starben weitere 57 Menschen bei zwei Bränden in den Fabriken „That`s it“ und „Hameem“, 471 Tote gibt es demnach nun schon in Bangladesch zu beklagen.

Am 11. September waren über 300 Menschen in den Flammen einer Fabrik in Pakistan gestorben, bei der KiK der Haupteinkäufer war (siehe hierzu unsere Protestmail an KiK).

Immer wieder gibt es furchtbare Brände in den Fabriken, die aufgrund viel zu geringer Sicherheitsmaßnahmen geschehen. Elektrokabel hängen ungeschützt von der Decke herunter, Notausgänge sind verschlossen oder existieren nicht, Übungen zum Brandschutz finden nicht statt.  Es ist dringend notwendig, das Brandrisiko endlich branchenweit zu bekämpfen. Deshalb haben PVH (Eigentümer von Tommy Hilfiger, Calvin Klein) und Tchibo als erste Unternehmen ein Brandschutzabkommen zusammen mit Gewerkschaften und Arbeitsrechtsorganisationen unterzeichnet, aber es fehlen weitere Unternehmen, die bereit sind es zu unterschreiben. H&M und Gap weigern sich (siehe hierzu die Kampagne der CCC: http://www.cleanclothes.org/urgent-actions/gap-appeal). Lidl und Metro wurden von der Kampagne für Saubere Kleidung aufgefordert, ebenfalls zu unterschreiben, eine Antwort steht noch aus.

Nachfragen können gerichtet werden an: Dr. Gisela Burckhardt, FEMNET e.V. Tel. 0228-944 99 682

 

Kampagne für Saubere Kleidung

Koordinatorin:
Christiane Schnura
E-Mail: ccc-d [at] vemission.org
Tel: +49 202-89004316
(Mo–Do, 7–11 Uhr)

Spenden

Spenden Sie für die Kampagne für Saubere Kleidung. Herzlichen Dank!

Spenden

Hier geht es zur

Themenseite
LOHN ZUM LEBEN

Die Kampagne für Saubere Kleidung bei FacebookDie Kampagne für Saubere Kleidung bei TwitterDie Kampagne für Saubere Kleidung bei YouTube

E-Mail-Verteiler

Gerne informieren wir Sie über neue Aktivitäten der Kampagne für Saubere Kleidung.