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KIK unterschreibt Entschädigungsvereinbarung für Opfer des Ali Enterprises Brandes

2012-10-17 karachi-demo[15.01.2013]

Der deutsche Discounter KIK unterzeichnete letzte Woche eine Vereinbarung mit dem Pakistan Institute of Labour Education and Research (PILER), die eine einmalige Zahlung in der Höhe von 1 Millionen Dollar an die Opfer und ihre Familien vorsieht, so wie Verhandlung mit allen beteiligten Interessensvertretern über ein langfristig angelegtes Paket von Ausgleichszahlungen.

Der Brand bei Ali Enterprises vom 11. September 2012 kostete laut offiziellen Angaben 262 ArbeiterInnen das Leben und verletzte mindestens 20 weitere.

Die Vereinbarung wurde am 5. Jänner bei einer Pressekonferenz in Karatschi präsentiert, bei der mehrere lokale Gewerkschaften, unter anderem die National Trade Union Federation, teilnahmen.
„KIK ist der größte Käufer von Ali Enterprises. Pakistanische Gewerkschaftsaktivisten und -aktivistinnen und internationale Arbeitsrechtsorganisationen wie die Clean Clothes Kampagne haben die Firma dazu bewegt, Entschädigungen an die betroffenen Familien zu zahlen“, – so Karamat Ali, Direktor von PILER.

Die erste Zahlung wird zur Entschädigung der Familien jener Opfer verwendet werden, die keine staatliche Entschädigung erhalten haben, da aufgrund der schweren Verbrennungen und des fortgeschrittenen Verwesungszustands einige Körper nicht mehr identifiziert werden konnten. „KIK erklärte sich ebenfalls dazu bereit, die Arbeiter und Arbeiterinnen zu entschädigen, die durch den Brand bedingt, schwere Verletzungen hinnehmen mussten, die zu einer dauerhaften Beeinträchtigung führte und zum Verlust zukünftiger Beschäftigungsmöglichkeiten. Die übrigen Arbeiter und Arbeiterinnen werden Unterstützung erhalten, sobald  sich alle Interessensvertreter, einschließlich  Arbeitgeber und andere internationale Unternehmen, auf eine Entschädigungssumme geeinigt haben,“ fügte Karamat Ali hinzu.

Ineke Zeldenrust, Internationale Koordinatorin der Clean Clothes Kampagne (CCK), sagt: „Wir begrüßen diese Vereinbarung und hoffen, dass die gesamten Entschädigungszahlungen und Hilfeleistungen, welche wir auf mindesten 20 Millionen Euro schätzen, bald ausverhandelt werde. Wir werden unsere Kampagne weiterführen, die sich auch auf andere internationale Akteure richtet, namentlich die Auditierungsfirma SAI (Social Accountability International) und RINA (Registro Italiano Navale), damit auch sie ihre Verantwortung übernehmen und ihren Anteil an den notwendigen Entschädigungszahlungen leisten.“

Um den Entschädigungsprozess weiter zu erleichtern, beantragte PILER beim Obersten Gerichtshof von Sindh die Errichtung einer unabhängige Kommission, die diesen Prozess überwachen, so wie alle dafür nötigen Details festlegen soll.

KIK hat sich ebenfalls bereit erklärt, sich für bessere Arbeitsbedingungen in Pakistan einzusetzen.

 

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