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Auseinandersetzungen um die Fabriken der Tuba-Gruppe in Bangladesch: 5 Fabriken geschlossen

Näherinnen Bangladesh[21.08.2014]

Am 07.08.2014 stürmte die Polizei die von den Arbeiterinnen besetzte Fabrik der Tuba-Gruppe und vertrieb mit Schlagstöcken und Tränengas alle dort rund 200 seit elf Tagen sich im Hungerstreik Befindenden. Rund 50 Menschen wurden dabei verletzt. 15 Protestierende wurden verhaftet, aber abends wieder freigelassen.

 Die Beschäftigten erhielten ihre ausstehenden drei Monatslöhne sowie die Überstunden für einen Monat ausgezahlt, nicht aber den Eid-Bonus (Zulage für den höchsten Feiertag). Inzwischen wurden 5 Fabriken der Tuba-Gruppe (von insgesamt 13) geschlossen und die Arbeiterinnen fürchten um ihren Job. Der Besitzer der Tuba-Gruppe, Delawar Hossain, hatte bewusst die Zahlung der Löhne der Arbeiterinnen zurückgehalten, um seine Entlassung aus dem Gefängnis zu erpressen. Die Justiz gab dieser Erpressung nach, Hossain kam am 05.08.14 auf Kaution aus dem Gefängnis.
Die Beschäftigten sind empört und fordern die Verhaftung des Schuldigen für den Brand bei Tazreen im November 2012. Die Erpressung durch Delwar Hossain ist nicht neu. Vor rund einem Jahr, im Oktober 2013, hatte er ebenfalls den Eid Bonus an die Beschäftigten nicht ausgezahlt, woraufhin ihn 900 Arbeiterinnen in der eigenen Fabrik festhielten, bis er den Bonus auszahlte. Im Oktober 2013 - rund ein Jahr nach dem Brand mit 125 Toten - lief Hossain noch immer frei herum, erst im Februar 2014 wurde er von der Justiz aufgrund der allgemeinen Empörung festgenommen.

Weitere Informationen:
http://dressedandstripped.nl/2014/07/24/tuba-garment-workers-strike-tazreen-bail-20140724-now/

 

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Gisela Burckhardt
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