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Zeit zu zahlen! Entschädigungen für die Opfer von Rana Plaza längst überfällig

Zahlt jetzt! Logo Facebook-Aktion.[18.03.2014]

Am 24. April jährt sich zum ersten Mal das schwerste Fabrikunglück in der bangladeschischen Textilindustrie – der Zusammenbruch des Rana Plaza Gebäudes, bei dem über 1130 Menschen ihr Leben verloren und mehr als 2000 teilweise schwerst verletzt wurden.

Von den Fabriken des Rana-Plaza-Gebäudes bezogen mindestens 28 westliche Firmen ihre Kleidung – unter ihnen deutsche Unternehmen wie KiK, Adler Modemärkte, NKD, Kids for Fashion oder Güldenpfennig. Auch ließen für den deutschen Markt wichtige Firmen wie benetton oder Primark in den Fabriken nähen. Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert die verantwortlichen Unternehmen auf, bis zum Jahrestag endlich umfassende Entschädigungen für die Opfer und Hinterbliebenen zu zahlen!

 

Zu dem Schmerz über den Tod von Angehörigen oder darüber, ein Leben lang verstümmelt oder gelähmt  zu sein kommt für die Hinterbliebenen und die verletzen ArbeiterInnen und ihre Familien ein dramatisches ökonomisches Leiden. Die Trümmer von Rana Plaza töteten oder verletzten die ErnährerInnen ganzer Familien. Diese stehen vor dem Nichts, müssen zu Wucherzinsen Schulden aufnehmen und hohe medizinische Kosten tragen.

Seit fast einem Jahr warten die Opfer nun auf gerechte Entschädigungen. Die Unternehmen fanden eine Vielzahl von Ausreden, um einen transparenten und gerechten Entschädigungsprozess hinauszuzögern.

Nun endlich gibt es auf Initiative der bangladeschischen Gewerkschaften, der Kampagne für Saubere Kleidung/ Clean Clothes Campaign und der internationalen Gewerkschaftsvereinigung IndustriALL einen Entschädigungsfonds unter Aufsicht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). 40 Mio. USD (ca. 29 Mio. Euro) werden für den Fonds gebraucht, um die gemäß der ILO-Konvention 121 nötigen Entschädigungen für medizinische Kosten und Lohnausfälle zu zahlen. Allerdings wurde erst ein Bruchteil der nötigen Summe eingezahlt - die meisten der 28 Firmen ducken sich weg. Von den deutschen Firmen hat bisher allein KiK in den Fonds eingezahlt – die konkrete Summe aber ist unbekannt. Es könnte sich also nur um einen marginalen Betrag handeln. Dabei müssen von den Unternehmen Beträge von mehreren Millionen Euro fließen – ansonsten können die nötigen Gelder für die Verletzten und Hinterbliebenen nicht ausgezahlt werden. Die anderen von den Rana Plaza Fabriken belieferten deutschen Firmen - NKD, Adler Modemärkte, Kids for Fashion und Güldenpfennig - weigern sich bisher zu zahlen.

Unterstützen Sie die Entschädigungsforderungen!

Da die Opfer schnellstmöglich Unterstützung brauchen, bekam die Kampagne für Saubere Kleidung/ Clean Clothes Campaign den Auftrag von den bangladeschischen Gewerkschaften, sich auf nicht-juristischem Wege um Entschädigungszahlungen zu bemühen. Das Ergebnis ist ein Entschädigungsfonds, für den die ILO als Organisation der Vereinten Nationen die transparente Auszahlung der Gelder garantiert. Allerdings beruht der Fonds auf dem Prinzip der Freiwilligkeit, die Unternehmen können nicht zur Einzahlung verpflichtet werden. Wenn es um Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen in ihrer Lieferkette geht, reagieren Unternehmen meist nur auf öffentlichen Druck und aus Angst vor Imageschaden. Es ist an uns allen, diesen öffentlichen Druck zu verstärken und aufrecht zu erhalten. Unterzeichnen Sie deswegen diese Petition (externer Link).
Auch können Sie direkte Aktionen vor den Filialen der oben genannten Unternehmen initiieren oder uns bei unseren Facebook-Aktionen unterstützen.

Zur Website des Entschädigungsfond (Rana Plaza Arrangement)

 

Kampagne für Saubere Kleidung

Koordinatorin:
Christiane Schnura
E-Mail: ccc-d [at] vemission.org
Tel: +49 202-89004316
(Mo–Do, 7–11 Uhr)

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