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Der Fall BEO Apparel Manufacturing Ltd. in Bangladesch

2015-02-21-Fall-BEO-Bangladesh[21.02.2015]

In Bangladesch wurden 48 Arbeiter_innen der Fabrik BEO - in deutschem Besitz und Produzent für Lidl -  im September 2014 entlassen, weil sie bei der Aufsicht über das Gebäude- und Brandschutzabkommen (Accord) Beschwerde aufgrund von Sicherheitsproblemen in der Fabrik eingereicht hatten.

Auf einem Treffen beim Accord im Dezember 2014 zwischen allen Beteiligten (Arbeiter_innen, Gewerkschaft Akota, BEO Management u.a.) sagte das BEO Management zu (Protokoll liegt vor), die entlassenen Arbeiter_innen wieder einzustellen und ihnen die ausstehenden Löhne zu zahlen. Dies ist bis heute nicht erfolgt. Am Sonntag, 15.2.  gab es ein weiteres Treffen zwischen Accord, der Gewerkschaft, den Importeuren Distra und Chicca von Lidl - leider ohne jegliche Lösung. Im Gegenteil, es gab handgreifliche Auseinandersetzungen der Aufseher, die mit Eisen-oder Holzstangen gegen Arbeiter_innen vorgingen (Foto anbei).

Gisela Burckhardt, Kampagne für Saubere Kleidung/FEMNET, klagt an: "Es ist ein Skandal, dass die Aufseher einer Fabrik, die in deutschem Besitz ist, gegen Arbeiter_innen mit Eisenstangen losgehen. Die 48 Beschäftigten wurden im September 2014 unrechtmäßig entlassen, nur weil sie auf Sicherheitsmängel in der Fabrik hingewiesen hatten. Die Fabrik engagierte Schläger, die gegen die Arbeiter_innen vorging (5 Verletzte) und die den Gewerkschaftsführer zu Hause zusammenschlug. Die Entlassung der Arbeiter_innen ist eine klare Verletzung des Acccord Abkommens, das Lidl und seine Importeure Distra und Chicca unterzeichnet haben.  Accord hat der Fabrik BEO nochmals eine Frist für die Wiedereinstellung der 48 Entlassenen und Auszahlung vergangener Löhne bis zum 1. März gesetzt. Sollten die Beschäftigten dann nicht wieder eingestellt werden, muss Lidl seine Geschäftsbeziehungen mit BEO aufkündigen.“

Im Anhang finden Sie eine Chronologie der Ereignisse und die Forderungen der Kampagne für Saubere Kleidung an den deutschen Besitzer der Fabrik BEO sowie an Lidl und seine Importeure und ein Foto, das einen Aufseher vor der Fabrik mit einer Eisen oder Holzstange zeigt (weitere Fotos sind vorhanden).

Nachfragen können gerichtet werden an: Dr. Gisela Burckhardt: 01520 177 40 80

Protokoll Dezember 2014

Chronologie der Ereignisse und die Forderungen der Kampagne für Saubere Kleidung

2015-02-21-Fall-BEO-Alamin

 

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Gisela Burckhardt
Gisela.Burckhardt@femnet-ev.de

Laura Ceresna-Chaturvedi
eilaktionen@saubere-kleidung.de

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