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C&A Entschädigungsversprechen und Engagement im Brandschutz unzureichend

2013-03-06-CundA-Simon-Q-Flickr[08.03.2013]

Nach einem Gespräch mit der Kampagne für Saubere Kleidung sagte C&A den Opfern des Fabrikbrandes der Tazereen Fabrik in Bangladesch Entschädigungszahlungen in Höhe von 1 Millionen US-Dollar zu. Aus Sicht der Kampagne für Saubere Kleidung gehen die Zusagen aber nicht weit genug. Sie fordert deutlich höhere Kompensationszahlungen. Weiterhin verlangt die Kampagne eine Unterzeichnung des mit bangladeschischen Gewerkschaften ausgehandelten Brandschutzabkommens.

„Die unmittelbaren Zahlungen von C&A an die Familien der toten Arbeiter decken gerade mal vier Prozent der Entschädigungssumme, die nach den Berechnungen von bangladeschischen Gewerkschaften von den Opfern gebraucht werden“, so Frauke Banse, Eilaktionskoordinatorin der Kampagne für Saubere Kleidung. „Mit seinen Versprechen fällt C&A weit hinter internationale Standards und etablierte Praktiken in Bangladesch zurück.“

Darüber hinaus versäumt C&A es bisher, lokale Gewerkschaften bei der Festlegung der Entschädigungssumme wie auch bei den Verteilungsmodalitäten einzubeziehen. Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert C&A deswegen auf, die Gewerkschaften sowie die anderen betroffenen Unternehmen (in Deutschland ist dies KiK) an einen Tisch zu holen, und sowohl die Entschädigungssumme als auch den Auszahlungsmodus mit allen Steakholdern zu verhandeln.

Bezüglich des Brandschutzabkommens hat C&A eine generelle Bereitschaft gezeigt, das Abkommen zu prüfen. Die Kampagne für Saubere Kleidung begrüßt dies, gibt sich damit aber nicht zufrieden. „C&A hat mehr als zweihundert Zulieferer in Bangladesch und produziert mehr als ein Drittel seiner Kleidung in diesem Land. Das Unternehmen sollte weit mehr tun, um weitere Fabriktote zu verhindern. Die Unterzeichnung des Brandschutzabkommens ist ein zentraler Schritt dahin“, erklärt Banse.

Eine Unterzeichnung ist umso dringender, da das von C&A angekündigte neue Auditierungsverfahren weder die betroffenen ArbeiterInnen involviert, noch transparent ist und keine unabhängigen Überprüfungen vorsieht.

Die Kampagne für Saubere Kleidung wird in den nächsten Wochen ihre Aktivitäten fortsetzen, um von C&A und auch anderen Unternehmen, die in der Tazereen Fashions Fabrik ihre Textilien nähen ließen, Entschädigungszahlungen einzufordern und sie zur Unterzeichnung des Brandschutzabkommens zu bewegen.
 
Ansprechpartnerin:
Frauke Banse, Eilaktionskoordinatorin der Kampagne für Saubere Kleidung bei INKOTA

Tel.: 0178-54 67 453
E-Mail: banse@inkota.de

 

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Laura Ceresna-Chaturvedi
eilaktionen@saubere-kleidung.de